BERICHT DES VORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG KONZERN IN BEWEGUNG KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS 17 BERICHT DES AUFSICHTSRATS SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, das Jahr 2013 markiert in der mehr als 40-jährigen Geschichte der RHÖN-KLINIKUM AG einen Meilenstein und eine Weggabelung zugleich. Meilenstein deshalb, weil im Herbst des Jahres 2013 der Beschluss gefasst wurde, einen Großteil des Unternehmens in den Fresenius-Konzern einzubringen (»Projekt Scala«). Weggabelung deshalb, weil damit eben nicht das Ende der bisherigen RHÖN-KLINIKUM AG, sondern der Beginn eines neuen Weges verbunden ist: Durch das Einbringen der meisten unserer bisherigen Kliniken und Standorte in die Fresenius-Tochter Helios Kliniken ist das Fundament für den Auf- und Ausbau der Netzwerkmedizin und damit für eine selbstbestimmte Gestaltung der Branche und des Markts geschaffen worden. Dieser Schritt war und ist für die Zukunft des Unternehmens unver- zichtbar. Er ist der demografischen Entwicklung, dem medizinischen Fortschritt und der aus der mangelnden Reformkraft entstehenden Kostenschere im bestehenden System geschuldet. Der steigende Leistungsdruck auf Patientenseite und die legislativen und preislichen Restriktionen sind anderweitig nicht zu lösen. Wie immer sind Phasen der Veränderung und des Umbruchs von Widerstand, Veränderungsangst und Verunsicherung begleitet und trotzdem unverzichtbar. Davon unbeeindruckt haben Aufsichtsrat und Vorstand in einem schwierigen Umfeld gut und erfolgreich zusammengearbeitet. ZUSAMMENARBEIT VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 fortlaufend und ausführlich mit der Situation und der Entwicklung unseres Unternehmens befasst und die ihm vom Gesetz und der Satzung vorgegebenen Aufgaben wahrgenommen: Hierzu zählen besonders die Überwachung der Geschäftsführung des Vorstands und die Beratung des Vorstands bei der operativen Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben dabei stets von den ausschlaggebenden Prinzipien der Ordnungsmäßigkeit, Rechtmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaft- lichkeit leiten lassen. Die Einhaltung dieser Prinzipien durch den Vorstand wurde durch regelmäßige Nachprüfung der allgemeinen Organisation der Gesellschaft sowie durch Überprüfung der Instrumente zur internen Risikokontrolle überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle grundlegenden und bedeutenden Entscheidungen des Vorstands der RHÖNKLINIKUM AG vollumfänglich und unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend unterrichtet ­ entscheidungsrelevante Dokumente und Unterlagen erhielt der Aufsichtsrat rechtzeitig vor den jeweiligen Beratungen und formalen Sitzungen. Der Aufsichtsrat hat die vorgetragenen Informationen des Vor- stands zur operativen Geschäftsentwicklung, zu Compliance-Themen sowie zu Risiken und dem Risikomanagement auf ihre Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit hin überprüft und bei gegebenem Anlass auch kritisch hinterfragt. Schwerpunkt der Beratungen waren die Implikationen und Lehren aus den bis dato nicht erfolgreichen Versuchen eines Zusammenschlusses mit Helios Kliniken, ebenso wie die Umstrukturierung und nachhaltige wirtschaftliche Gesundung des ersten privaten Universitätsklinikums in Deutschland, der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH. Auch die Integration der im Geschäftsjahr 2012 erworbenen Wiesbadener Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH und deren Tochter- gesellschaften und die personellen Veränderungen im Vorstand zählten zu den Schwerpunkten des Austauschs mit dem Vorstand. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wurde vom Vorstandsvorsitzenden auch zwischen den Sitzungsterminen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse fortwährend und ausführlich informiert. Verstöße des Vorstands gegen seine Informationspflichten haben wir nicht festgestellt. Die Beschlussvorschläge des Vorstands haben wir ausführlich erör- tert und dazu, soweit es die Bestimmungen nach Gesetz und Satzung erfordern, nach intensiver Prüfung unser Votum abgegeben ­ in vereinzelten Fällen haben wir uns auch veranlasst gesehen, im Interesse der Aktionäre externe Sach- verständige und Berater hinzuzuziehen. Bei besonders eilbedürftigen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat bzw. der zuständige Ausschuss Telefonkonferenzen abgehalten und Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.
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