BERICHT DES VORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG KONZERN IN BEWEGUNG KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS 41 QUALITÄTSBERICHT unserer Mitarbeiter zum richtigen Verhalten in solch kriti- schen Situationen können wir die Betreuung unserer Pati- enten weiter verbessern. Hilfe sollen die Mitarbeiter auch von Ethikkomitees und durch ethische Fallbesprechungen erhalten, die wir in allen Kliniken etablieren wollen. QUALITÄTSZIRKEL Die kontinuierliche Verbesserung der medizinischen Ver- sorgung ist eine permanente Herausforderung, der sich der RHÖN-KLINIKUM Konzern in seinen Qualitätszirkeln, den Fachgruppen der verschiedenen Fachbereiche, stellt. Sie erarbeiten Schritte hin zu einer besseren Versorgungs- qualität. Im Rahmen regelmäßiger Chefarzt-Treffen wur- den Maßnahmen zur systematischen Qualitätssicherung gemäß § 137 Sozialgesetzbuch (SGB) V, Routineindikato- ren gemäß § 21 Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG), 4QD-Ergänzungen und Weiterentwicklungen fachbe- reichsspezifischer Qualitätsindikatoren auf den Weg ge- bracht. Im Bereich der Pädiatrie haben die zuständigen Qualitäts- zirkel neben den etablierten Qualitätsindikatoren die konzerneigenen Indikatoren weiterentwickelt, um eine patientenspezifische, hochwertige Versorgung pädiatri- scher Patienten sicherzustellen. Ebenso wurde mit der Entwicklung eines geriatriespezifischen Qualitätsmanage- ments begonnen, um angesichts der absehbaren weite- ren Zunahme des Anteils älterer Patienten in den Kliniken deren adäquate und hochwertige Versorgung zu gewähr- leisten. Darüber hinaus haben die Mitglieder von Qualitätszirkeln zahlreiche Empfehlungen an die Kliniken erarbeitet, um die Patientenversorgung weiter zu verbessern. Beispiels- weise haben die Orthopäden und Unfallchirurgen eine gemeinsame Empfehlung von Maßnahmen zur Vermei- dung und Behandlung periprothetischer Infektionen in der Endoprothetik auf den Weg gebracht. Die Kardiologen haben sich auf ein Vorgehen zur kardiologisch-immunolo- gischen Diagnostik bei entzündlichen Erkrankungen des Herzmuskels (Myokarditiden) verständigt. Die Chefärzte der Anästhesie haben vereinbart, eine OP-Beratungsgrup- pe einzurichten, um bei Bedarf das OP-Management der Kliniken individuell zu unterstützen. Im Bereich der Patientensicherheit haben wir die perma- nente Qualitätsüberwachung um neue Hygieneindikato- ren erweitert. Ein besonderes Augenmerk richten wir hier auf die Aufbereitung und Sterilisierung von Medizinpro- dukten sowie den Umgang mit den methicillinresistenten Staphylococcus aureus (MRSA), multiresistenten Erregern (MRE) und Noroviren. Im Bereich MRSA geht es um ein risikoadaptiertes MRSA-Aufnahmescreening und nachvoll- ziehbare Festlegungen zur Isolierung MRSA-besiedelter oder -verdächtiger Patienten. In diesem Zusammenhang schulen wir unsere Mitarbeiter systematisch im Umgang mit betroffenen Patienten. Als Basis für weitere Maßnahmen haben wir abermals ein- heitliche Patienten- und Einweiserbefragungen in unse- ren Kliniken durchgeführt. Die Ergebnisse dienen zum Benchmarking sowohl in der RHÖN-KLINIKUM AG als auch im Konzern. Sie wurden im vergangenen Jahr in den Klini- ken ausgewertet und münden bei Bedarf nach und nach in Verbesserungsmaßnahmen. Die aktuellen Ergebnisse zu den Bereichen Patientensicherheit sowie der Patien- ten- und Einweiserzufriedenheit unserer Kliniken sind auf dem Vergleichsportal www.qualitaetskliniken.de einzuse- hen. Ein wesentliches Merkmal der Qualitätssicherung nach 4QD ist die Verknüpfung von Patienten- und Mitarbeiter- interessen im Rahmen der klinischen Versorgung. Die RHÖN-KLINIKUM AG hat daher gemeinsam mit ihren Part- nern für die 4QD-Qualitätssicherung eine weitere Quali- tätsdimension entwickelt: Ethik und Werte. Im Zentrum dieser 4QD-Dimension stehen ethische Qualitätskriterien. Damit wollen die 4QD-Partner interne Prozesse und Struk- turen fördern, die den Mitarbeiter in die Lage versetzen, seine Patienten bestmöglich zu versorgen. Aus diesem grundsätzlichen Denkansatz wurde beispielsweise die Verpflichtung der Klinikführung abgeleitet, die Patienten- und Mitarbeiterorientierung in der Organisation zu imple- mentieren und sie praktisch umzusetzen. Darüber hinaus sind weitere Themen aus dem ethischen Bereich vorgesehen: Ermittlung des Patientenwillens, Umgang mit Religion und Weltanschauung, mit Schmerz und Fehlgeburten sowie Umgang mit Sterbenden und Hinterbliebenen. Durch die Befähigung und Förderung
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