BERICHT DES VORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG KONZERN IN BEWEGUNG KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS 51 MEDIZINISCHE ENTWICKLUNG ­ QUALITÄT ­ INTEGRATION vernetzte Behandlung, die ihm bei seinen Erkrankungen eine schnelle, zuverlässige Diagnostik und Zugangswege zur Heilung bietet. Wir arbeiten interdisziplinär. Das heißt: Wir beseitigen nicht nur die Grenzen zwischen ambulantem und sta- tionärem Sektor, sondern auch die Mauern zwischen Fachgebieten oder Klinikstationen. Unsere Mediziner kooperieren eng und fachübergreifend, indem sie pa- tienten- und problemorientiert sinnvolle medizinische Leistungen aufeinander abstimmen. Teams aus verschie- denen Bereichen arbeiten dabei wohlorganisiert fächer-, berufs- und sektorenübergreifend Hand in Hand. Unse- re oft überregionalen Tumorboards sind Paradebeispiele dieser Organisationsform. Dahinter steht das Ziel, unsere Patienten weder über- noch unterzuversorgen, sondern adäquat und zielführend zu behandeln. Moderne Medizin geht zudem vorausschauend auf die individuellen Wahrscheinlichkeiten der Entwicklung ein, die sich zum Beispiel aus der Anamnese des Patienten ergeben. Nicht zuletzt ist moderne Medizin innovativ. Das heißt für uns, dass wir die Teilhabe des Patienten am me- dizinischen Fortschritt sicherstellen. Dazu dienen die wis- senschaftliche Forschung und ihr Transfer in die Praxis ebenso wie die stetige Investition in moderne Techniken und Geräte. MEDIZINISCHE VERSORGUNG IM VERBUND Derart moderne Versorgungskonzepte setzen unsere Kli- niken im engen Austausch in die Praxis um. Diese Vernet- zung erweist sich zunehmend als Garant einer wirkungs- vollen Versorgung unserer Patienten. Die demografische Entwicklung in Deutschland, also das stetig steigende Lebensalter der Bürger, erfordert eine stärkere Konzentration auf altersbedingte Erkrankungen und altersgerechte Versorgung, auch mit entsprechenden Einrichtungen. Geriatrie ist die Spezialdisziplin, die sich mit der medizinischen Versorgung älterer Menschen be- fasst. Sie leiden häufig unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Dadurch sind sie nicht selten in ihrer selbst- ständigen Lebensführung beeinträchtigt. Solche Patienten bedürfen der komplexen Diagnostik und Behandlung durch ein fachärztlich geleitetes Team, das sich aus vielen Berufsgruppen zusammensetzt, zum Bei- spiel Fachärzten unterschiedlicher Disziplinen, Ergo- und Physiotherapeuten, Logopäden, Sozialarbeitern, klini- schen Psychologen, physikalischen Therapeuten und Pfle- gekräften. In diesem Arbeitsfeld haben wir im Geschäfts- jahr 2013 eine umfassende Versorgung in unseren Kliniken Attendorn, Bad Salzdetfurth, Dachau-Indersdorf, Hildes- heim, Herzberg, Burg, Freital, Kronach, Nordenham, Nien- dorf, Pforzheim, Salzgitter, Stolzenau sowie neu in Gifhorn und als Tagesklinik im Krankenhaus Jerichoer Land GmbH angeboten. Die Neurologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit den Erkrankungen des Nervensystems und der Mus- kulatur beschäftigt. Zum Nervensystem gehören Gehirn, Rückenmark und periphere Nerven. Die RHÖN-KLINIKUM AG hält in diesem Arbeitsfeld mit innovativen Konzepten und Projekten an mehreren Standorten entsprechende Fachkompetenz bereit. Bei der Versorgung von Schlag- anfallpatienten kommt es beispielsweise auf die schnelle, interdisziplinäre Behandlung und Betreuung der Patienten an. So haben zahlreiche Kliniken des Konzerns sogenann- te »Stroke Units«. Sie gewähren die optimale Erstversor- gung mit der Chance auf weitgehende Rehabilitation. Neben Konzernkliniken wie am Standort Bad Neustadt a. d. Saale, dem Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) oder den Standorten in Hildesheim und München hat auch Salzgitter im Jahr 2013 eine solche Einheit aufge- baut. Für die Zeit nach der Erstversorgung dieser Patien- ten gibt es in der Reha-Klinik Kipfenberg Konzepte, die die Effektivität von frührehabilitativen Maßnahmen zur Verrin- gerung von Hirnschädigungen und motorischen Folge- schäden steigern soll. In Bad Neustadt a. d. Saale wird zur Versorgungsoptimierung das Projekt Improving Service Productivity in Healthcare (INSPIRE) umgesetzt. In seinem Rahmen setzt die Klinik telemedizinische Anwendungen und eine Patientenbegleiterin (Stroke Manager) ein, um die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu koordinie- ren, zu unterstützen und damit auch zu verbessern. INSPIRE umfasst den gesamten Versorgungsprozess von der Notfallrettung bis zur Nachsorge. Mithilfe des Stroke- Manager-Konzepts sollen Schlaganfallpatienten und ihre Angehörigen auf die Entlassung aus der Klinik vorbereitet und während des ersten Jahrs nach dem Klinikaufenthalt unterstützt werden. Über den Stroke Manager werden Schlaganfallpatienten und ihre Angehörigen entlang des Versorgungspfads informiert und bei der Planung der nächsten Schritte von der klinikinternen Verlegung über die stationäre Entlassung bis zur Koordination von ambu- lanten Dienstleistungen begleitet.
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