BERICHT DES VORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG KONZERN IN BEWEGUNG KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS 57 UMWELT UND NACHHALTIGKEIT Nicht nur in dieser Hinsicht hat sich eine Variante der Energieversorgung in den letzten Jahren besonders be- währt: das Blockheizkraftwerk (BHKW). Einfach beschrieben geht es dabei um einen ­ zumeist gasgetriebenen ­ Motor, der über einen Generator elektrischen Strom und, sozusagen als Abfallprodukt, Wärme produziert. Diese Doppelnutzung macht das BHKW zu einem hocheffizien- ten und damit nachhaltig arbeitenden Lieferanten von Endenergie. Deswegen haben wir seinen Einsatz im Geschäftsjahr 2013 erneut ein gutes Stück vorangetrieben. In vier Klini- ken haben wir neue Anlagen installiert, an einem weite- ren Standort die Anlagenleistung durch Einbau eines zu- sätzlichen Motors erhöht. Zum Jahresende betrieb der RHÖN-KLINIKUM Konzern 28 BHKW-Anlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 13 Megawatt. Nicht nur zur nachhaltigen und ressourcenschonenden Energieerzeugung leisten BHKW-Anlagen einen beachtli- chen Beitrag. Inzwischen helfen sie uns auch, den Energie- kostenanstieg in unseren Kliniken spürbar zu begrenzen. Durch Anhebung der gesetzlich geregelten Zuschläge, insbesondere der EEG-Umlage, sind die Preise für den externen Strombezug im Jahr 2013 erneut um ca. 10 Pro- zent gestiegen. Das Erdgas, mit dem wir den Strom in unseren BHKW er- zeugen, ist erheblich weniger mit Nebenkosten belastet. So klaffen die Beschaffungskosten von Erdgas und Strom immer weiter auseinander. Die Folge: Der Betrieb von BHKW wird zunehmend wirtschaftlicher. Unsere seit mehr als 20 Jahren verfolgte Strategie, auf die Eigenerzeugung von Strom und Wärme zu setzen, zahlt sich aus. Im Kon- zern konnten wir durch den Einsatz von BHKW-Anlagen im Jahr 2013 rund 13,1 Mio. Euro einsparen. Selbst nach Abzug von Wartungs- und Kapitalkosten verhilft uns diese Technik zu einer konzernweiten jährlichen Einsparung von 9,7 Mio. Euro. Wir haben die eigenerzeugte Strommenge um 10 Prozent auf 71 Mio. Kilowattstunden gesteigert und damit den Anteil von fremdbezogenem Strom von 71,7 Prozent wei- ter auf 69,0 Prozent reduziert. Die umweltfreundlich er- zeugte Strommenge entspricht einer jährlichen Einspa- rung von ca. 30.000 Tonnen CO2 . Die jetzige RHÖN-KLINIKUM AG (RKA) wird eine erheblich höhere Eigenerzeugungsquote haben als der bisherige Konzern, weil zu ihr die Kliniken mit den leistungsstärks- ten BHKW-Anlagen gehören werden. Daher werden wir künftig mehr als 60 Prozent unseres Strombedarfs selbst decken. So absurd es auf den ersten Blick erscheinen mag: Auch der vollständige Ersatz einer alten Klinik durch eine neue rechnet sich öfter, als man annehmen könnte. Abgesehen von den operativen Vorteilen im Krankenhausbetrieb, zum Beispiel optimierte Abläufe, die sich oft nur in völlig neuen Gebäuden erzielen lassen, bietet der Neubau oft erhebliche energetische Verbesserungen.
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