BERICHT DES VORSTANDS UNTERNEHMENS- VERANTWORTUNG KONZERN IN BEWEGUNG KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS 93 WIRTSCHAFTSBERICHT Dass die Bundesländer ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung der Investitionen nur völlig unzulänglich nachkommen, ist ein dauerhafter Kritikpunkt. Nach Ein- schätzung der DKG steht einem jährlichen Investitions- bedarf von rund 6 Mrd. ein Fördervolumen von nur 2,7 Mrd. gegenüber. Von dem Investitionsprogramm in Höhe von 500 Mio. halten die Krankenhäuser wenig. Im Rahmen dieses Programms sollen Krankenhäuser unter anderem in Pflege- und Versorgungszentren mit ambu- lanter Behandlung umgewandelt werden, um Überkapa- zitäten abzubauen. Sorgen bereitet der Branche nicht nur die Finanzierung. Viele Kliniken rechnen schon in absehbarer Zeit mit Eng- pässen beim qualifizierten Personal. Laut dem »Kranken- haus-Barometer« des Deutschen Krankenhausinstituts sind vom Fachkräftemangel vor allem die OP- und Inten- sivbereiche betroffen. 40 % der Kliniken haben Probleme, offene Stellen in der Intensivpflege zu besetzen. Beim nichtärztlichen OP-Personal haben 29 % und beim Anäs- thesiepersonal 18 % der Krankenhäuser Stellenbeset- zungsprobleme. 58 % der Krankenhäuser hatten Proble- me, offene Arztstellen zu besetzen. In der Pflege auf den Normalstationen waren es 33 % der Einrichtungen. 2.3 GESCHÄFTSVERLAUF 2.3.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Die Vorbereitung und Umsetzung der Transaktion mit Fresenius / Helios hat unser Ergebnis spürbar beeinflusst. Ein Prozess dieser Größenordnung bindet im Unterneh- men erhebliche Management-Ressourcen auf allen Ebe- nen und führte zu Sonderbelastungen. Bereits die Be- kanntmachung löste Spekulationen aller Art aus und führte zu personellen Veränderungen im Management des Konzerns und der Kliniken. Unabhängig von den für das Geschäftsjahr 2013 prägenden Sonderbelastungen müssen wir seit geraumer Zeit beobachten, dass der Wachstumstrend in der gesamten Branche zwar weiterhin positiv verläuft, aber im Vergleich zu den dynamischen Vorjahren etwas an Schwung verliert. Die Gründe dafür sind vielfältig: In Teilen werden bislang rein stationäre Be- handlungen durch ambulante Angebote ersetzt. Ebenso bleibt der branchenspezifische Kostendruck allerorten spürbar. Gleichwohl haben uns 2.654.249 (Vj. 2.555.822) Patienten im Geschäftsjahr 2013 ihr Vertrauen geschenkt, also 98.427 Patienten bzw. 3,9 % mehr als im Vorjahreszeit- raum. Der Konzerngewinn ging leicht um 2,6 % auf 90,0 Mio. (Vj. 92,4 Mio. ) zurück. Dem Konzernergebnis liegen Steigerungen beim Umsatz von 5,2 % zugrunde. Vor dem Hintergrund der genannten Belastungen ist die- ses Ergebnis akzeptabel und insgesamt zufriedenstellend. Bereits jetzt, aber stärker noch mit dem zunehmenden Fortschritt unserer strategischen Neuorientierung, wird die Steigerung der Ertragskraft im Mittelpunkt unserer Anstrengungen stehen. Die demografische Entwicklung zeigt, dass die zentralen Indikatoren langfristig weiter ein Wachstum erwarten lassen. Kurz- und mittelfristig gehen wir für unser Unternehmen von einem stabilen Marktum- feld aus, in dem wir mit niedrigeren, aber weiterhin stetig positiven Wachstumsraten bei unseren Leistungen und Umsätzen rechnen können. Unser Ziel ist es, unsere Kliniken noch enger miteinander zu verzahnen, um Synergien konsequent zu realisieren und insgesamt effizienter zu arbeiten. Unter diesem As- pekt resultieren aus der Verschlankung unseres Unterneh- mens, die mit der Transaktion einhergeht, zukünftig güns- tige positive Perspektiven. 2.3.2 Leistungsentwicklung Gegenüber dem Vorjahr haben sich folgende Veränderun- gen der Bettenkapazitäten ergeben: Kliniken Betten Stand am 01.01.2013 54 17.089 Änderung der Bedarfsplanungen (Saldo) ­ 24 Stand am 31.12.2013 54 17.113 Zum 31. Dezember 2013 haben wir 54 Kliniken mit 17.113 Betten/Plätzen an insgesamt 43 Standorten in zehn Bun- desländern in unseren Konzernabschluss einbezogen. Seit dem 31. Dezember 2012 ergaben sich mit per saldo 24 Betten/Plätzen lediglich geringfügige Planbettenände- rungen bei unseren akutstationären Kapazitäten gemäß den jeweiligen Bedarfsplanungen in den einzelnen Bun- desländern.
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