100 Unser Finanzmanagement bewegt sich in dem konkurrie- renden Zielsystem von Liquidität, Risikominimierung, Renta- bilität und Flexibilität. Oberste Priorität hat dabei die Liquiditätssicherung mit dem Ziel, eine fristenkongruente und auf den Planungs- bzw. Projekthorizont des Unternehmens abgestimmte Laufzeit- fixierung zu realisieren. Zur Liquiditätssicherung stehen ne- ben den internen Cash-Flows verschiedene voneinander unabhängige Kreditlinien mit mehreren Finanzinstituten in ausreichender Höhe zur Verfügung. Geldanlagen werden extrem konservativ disponiert. Die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken zielt als nach- geordnete Bedingung auf die Steuerung von Anschluss- finanzierungen und Zinsschwankungen. Vor dem Hinter- grund des langfristig ausgerichteten Geschäftsmodells der RHÖN-KLINIKUM AG ist unser Finanzbedarf gleichsam lang- fristig abgesichert. Refinanzierungs- und Zinsschwankungs- risiken wurden durch langfristig rollierend strukturierte Fremdfinanzierungen und Zinssicherungsgeschäfte konse- quent begrenzt. Eine positive Folge ist die mittelfristige Kal- kulierbarkeit unseres Zinsaufwands. Als weitere Nebenbedingung zollt die Strukturierung unse- rer Finanzinstrumente den Forderungen eines marktgerech- ten Rentabilitätsprofils Tribut. Bei Geldanlagen sowie bei Darlehensaufnahmen streben wir eine Aufwands- bzw. Er- tragsoptimierung an. Unsere Finanzierungsstrukturen steuern wir nach folgenden finanzwirtschaftlichen Kennzahlen: Finanzwirtschaftliche Kennzahlen Sollwert 2013 2012 Nettokreditverschuldung/EBITDA 3,5 2,65 2,75 EBITDA/Nettozinsaufwand 5,0 7,23 7,96 Der operative Cash-Flow, ermittelt aus dem Konzerngewinn zuzüglich Abschreibungen und sonstiger nicht operativer Sachverhalte (Saldo Gewinne und Verluste aus Anlagen- abgängen, Erträge aus der Marktbewertung Derivate), ging gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 21,3 Mio. bzw. 9,2% auf 211,0 Mio. (Vj. 232,3 Mio. ) zurück. Zum Bilanzstichtag verfügen wir über kurzfristig verfügbare Geldanlagen sowie über freie Kreditlinien von zusammen rund 330,1 Mio. (ohne Gesellschaften, die zur Veräußerung gehalten werden). Unser mittel- bis langfristiger Finanzbe- darf wird laufend überwacht. 2.3.5 Investitionen Die Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2013 von 177,4 Mio. (Vj. 326,4 Mio. ) gliedern sich wie folgt auf: Einsatz von Förder- mitteln Einsatz von Eigen- mitteln Insgesamt Mio. Mio. Mio. Laufende Investitionen 58,6 118,3 176,9 Übernahmen 0,0 0,5 0,5 Insgesamt 58,6 118,8 177,4 Im Geschäftsjahr 2013 haben wir in immaterielle Vermö- gensgegenstände, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien insgesamt 177,4 Mio. (Vj. 326,4 Mio. ) investiert. Von diesen Investitionen betreffen 58,6 Mio. (Vj. 52,9 Mio. ) Fördermittel nach KHG, die von uns anschaf- fungskostenmindernd berücksichtigt werden. Im Konzernabschluss weisen wir Nettoinvestitionen in Höhe von 118,8 Mio. (Vj. 273,5 Mio. ) aus. Von den Nettoinvesti- tionen entfallen 0,5 Mio. (Vj. 148,8 Mio. ) auf Anlagegüter bzw. Facharztsitze, die im Rahmen von Übernahmen zugin- gen, und 118,3 Mio. (Vj. 124,7 Mio. ) auf laufende Investi- tionen des Geschäftsjahrs. Die Investitionen im Zusammenhang mit Übernahmen ent- fallen mit 0,5 Mio. (Vj. 9,6 Mio. ) auf den Erwerb von Kas- senarztsitzen und mit 0,0 Mio. (Vj. 139,2 Mio. ) auf den Erwerb von Anlagengütern im Zusammenhang mit Neuak- quisitionen bzw. Übernahmen.
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